Einfach Bauen in Tansania

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TUMsania ist ein Kollaborationsprojekt zwischen der tansanischen Nicht-Regierungsorganisation (NGO) Forward Step Organization (FSO) (https://forwardstep.org) und der Technischen Universität München (TUM). Die FSO kämpft für Frauen – und Mädchenrechte und ermöglicht ihnen Bildung und Selbststärkung durch Tanz – und Kunstprojekte. Studierende der TUM im Masterstudiengang Bauingenieurwesen und der Spezialisierung Betontechnologie haben für die FSO ein kleines Gebäude mit ausreichender Läuftung und Sanitäreinheit geplant und gebaut, in welchem nun Unterricht und Tanzprojekte stattfinden.

 
 

Wie alles begann

wie alles begann
2018 begann das Kollaborationprojekt zwischen bagamoyo und München durch eine Tänzerin aus Köln (https://lisafreudenthal.de/). Dann wurden Anträge geschrieben... wie startet so ein projekt? Klicken Sie auf das Bild.

Die Bauphase

Die Bauphase
Die Hauptbauphase fand im Juni 2019 statt - 9 Studierende aus München bauten mit 5 Handwerkern aus Bagamoyo den Rohbau des späteren Arts and Learning Center.

Wie geht es weiter?

wie geht es weiter
Das Gebäude wurde im Feinschliff fertiggestellt und direkt für das Kollaborationsprojekt "Circus for Life" genutzt.
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Das Projekt besitzt zwei Schwerpunkte: Es wird das Prinzip Education and Engineering verfolgt. Bauingenieursstudierende erhalten Einblicke in lokale und globale Bauweisen und setzen sich anhand eines praktischen Bauprojektes mit verschiedenen Werkstoffen und Baumaterialien auseinander: Die Konzeptentwicklung erfolgte unter Einbeziehung lokal verfügbarer Ressourcen.
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Dies bedeutete eine Analyse der natürlich vorhandenen Rohstoffe sowie lokaler Baumaterialien und Arbeitswerkzeuge. Zudem wurde ein Kompromiss zwischen lokal traditioneller und der bei uns bekannten und anerkannten Bauweise entwickelt. Neben der vor Ort üblichen Sandbeton-Bauweise setzten sich die Studierenden daher beispielsweise mit der Herstellung und dem Einsatz natürlicher Betonzusatzstoffe wie Reisschalenasche auseinander und entwickelten Konzepte zu natürlicher Belüftung und Sanitäreinrichtungen. In zwei Arbeitswochen konnte so in Teamarbeit mit einer Gruppe lokaler Handwerker der Rohbau inklusive einer Sanitäreinheit fertiggestellt werden. Die Studierenden lernten dabei von und mit den Handwerkern lokale und vor allem einfache Baustile. Vor der aktiven Bauphase der Studierenden wurde bereits das Dach als Wellblechkonstruktion auf bestehende Stahlstützen montiert. In der Zeit ab dem 03.06.2019 wurde die Baugrube ausgehoben, Fundament und Boden geschalt und die Bewehrung hergestellt. Anschließend wurde betoniert und nachbehandelt. In der zweiten Woche in Bagamoyo wurde das Mauerwerk hochgezogen und parallel dazu ein Ofen zur Reisschalenverbrennung und eine biologische Toilette gebaut. Den Abschluss am 14.06.2019 machte der Ringbalken als Anschluss zum Dach.

Ein zweiter Schwerpunkt war die internationale Vernetzung der jungen Generation zum kulturellen Austausch. Im Zeitalter der Globalisierung ist internationale Zusammenarbeit von höchster Bedeutung. Das Verständnis für andere Kulturen, Religionen und Lebensumstände ist notwendig für eine friedliche Zukunft. Die kolonialistische Historie zwischen afrikanischen und europäischen Ländern und der aktuelle Postkolonialismus sind noch immer präsent. Nicht nur in der Politik, auch in der Wissenschaft wird künftig eine enge kollaborative Zusammenarbeit angestrebt. Dies ist auch das Motto bei „Einfach Bauen“: Bauen verbindet. Ein Bauprojekt ist Teamarbeit und kann nur mit Offenheit, Toleranz und Neugier gelingen. Das Projekt „Einfach Bauen“ folgt damit mit dem Baukonzept und dem interdisziplinären Team den 17 Zielen nachhaltiger Entwicklung (Sustainable Development Goals) der UN https://www.un.org/development/desa/disabilities/envision2030.html.

Durch die Kooperation mit der Forward Step Organisation, welche für girls and women empowerment kämpft, soll ein Bewusstsein für unterschiedliche Kulturen und Nationen und ein nachhaltiger Austausch entstehen.

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